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Land- & Forstwirtschaft richtig kaufen!

Land und Forstwirtschaft  sind attraktive Investitionsobjekte aber auch eine Grundlage unserer heimischen Wirtschaft. Die Beliebtheit solcher Immobilienwerte steigt von Jahr zu Jahr – und somit auch das Interesse daran. Als Inhaber einer Land- und Forstwirtschaft kann man sich sicher sein, dass mit der Zeit der Wald buchstäblich von alleine wächst.

Doch wo soll sich Liegenschaft befinden? Wie sieht es mit der Bringung aus und welchen Ertrag darf man erwarten?

Wesentliche Fragen beim Kauf einer Land- & Forstwirtschaft. Im Ratgeber zeigen wir, was wichtig ist – und welche Vorteile eine Land- & Forstwirtschaft bietet.

 

Aktuelle Angebote gibt es in der Immobilienübersicht. Infos zum Thema Immobilienbewertung & Immobilienvermittlung gibt es unter dem Menüpunkt Consulting.

 

Die Land- & Forstwirtschaftlich genutzten Grundstücke gehören wohl zu den ältesten Immobilienarten. 

 

Die Landwirtschaft:

Als Landwirtschaft wird ein Wirtschaftsbereich der Urproduktion bezeichnet. Das Ziel der Urproduktion ist die zielgerichtete Herstellung pflanzlicher oder tierischer Erzeugnisse auf einer zu diesem Zweck bewirtschafteten Fläche. In der Wissenschaft sowie der fachlichen Praxis ist heute synonym der Begriff Agrarwirtschaft gebräuchlich.

Die Landwirtschaft stellt einen der ältesten Wirtschaftsbereiche der Menschheit dar. Heute beläuft sich die landwirtschaftlich genutzte Fläche auf 48.827.330 km², dies sind 9,6 % der Erdoberfläche. Somit wird etwa ein Drittel der Landfläche der Erde landwirtschaftlich genutzt. 

Die Landwirtschaft ist Wirtschaftszweig eines größeren Gesamtsystems mit vor- und nachgelagerten Sektoren.

Der Ackerbau dient der Nahrungsmittelproduktion direkt wie indirekt. In letzterem Fall erfolgt die Herstellung von Rohstoffen zur weiteren Verarbeitung in der Lebensmittelwirtschaft bzw. Ernährungswirtschaft. Zugleich werden landwirtschaftliche Rohstoffe auch in der Bekleidungsindustrie veredelt. Die Verwertung der durch die Agrarwirtschaft erzeugten Biomasse als nachwachsende Rohstoffe (insbesondere Mais) in Form von Vergärung und Verstromung ist im Rahmen der Energiewende eine moderne Art der Nutzung von Agrarprodukten.

Die Tierproduktion dient in erster Linie der Nahrungsmittelproduktion (z. B. Milch, Eier, Fleisch), in zweiter Linie der Herstellung von Rohstoffen für die Herstellung von Bekleidung. Vor der Nutzung von Kunstfasern schufen die Menschen ihre Bekleidung hauptsächlich aus den tierischen Produkten Leder, Pelz und Wolle sowie dem aus Flachsfasern hergestellten Leinen.

In diesem Bereich ist die extensive von der intensiven Nutzung zu unterscheiden.

Beim Kauf einer Landwirtschaft ist wie immer die Lage entscheidend. Wie steil ist die Liegenschaft wie aufwendig ist die Bewirtschaftung. Doch gerade hier ist es sehr wesentlich ein Betriebskonzept auszuarbeiten. Dieses gib Aufschluss über Bewirtschaftungskosten und Nutzung. Auch behördliche Vorgaben und Richtlinien sind zu beachten.

 

Die Forstwirtschaft:

Österreichs Wald ist Wirtschafts-, Lebens- und Erholungsraum, er liefert erneuerbare Rohstoffe, schafft Arbeitsplätze und Einkommen, spendet sauberes Trinkwasser, ist Hort für Biodiversität, schützt vor Naturkatastrophen und spielt eine entscheidende Rolle im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Diese vielfältigen Aufgaben gilt es nachhaltig durch die Waldbesitzer zu managen, um den Wald und seine wichtigen Funktionen für uns und unsere Nachkommen zu sichern. Holz ist unsere wichtigste erneuerbare Ressource und lässt sich vielseitig einsetzen. Der umweltfreundliche Rohstoff aus den heimischen Wäldern speichert außerdem das Treibhausgas Kohlendioxid und leistet somit einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz.

Nahezu die Hälfte der Gesamtfläche Österreichs ist mit Wald bedeckt, mehr als 80 Prozent davon ist in Privatbesitz. Etwa 145.000 Familien besitzen Wald und geben ihn von Generation zu Generation weiter. Damit werden die vielfältigen und nachhaltigen Leistungen des Waldes langfristig und verantwortungsbewusst gewährleistet. Die Waldbesitzer sichern damit nicht nur den Lebensraum für Tiere und Pflanzen, sondern auch das Einkommen für rund 300.000 Menschen.

Die Fichte ist mit einem Flächenanteil von rund 57,4 Prozent die wichtigste Baumart in Österreich, gefolgt von der Buche mit einem Anteil von 11,9 Prozent.

Es wird nicht mehr Fläche auf dieser Erde. Österreichs Waldwirtschaft ist durch das Forst Gesetz geregelt und Garant einer gelebten Biodiversität und Nachhaltigkeit.

Der Bestand wächst jährlich und dadurch wird ein Wald immer mehr und nicht weniger wert. Instandhaltungsarbeiten (Läuterung, Durchforstungen) in jüngeren Jahren können bereits einen Ertrag bringen. Das Forst Gesetz und Nebengesetze beschreiben die Nutzung – Verbot von Großkahlschlägen ( größer als 2 ha oder länger als 600 lfm) Auch eine Rodung (die Verwendung von Waldboden zu nicht forstwirtschaftlichen Zwecken) ist an das Gesetz gebunden. Auch bei der Aufforstung ist es ratsam sich gleich mit der Bezirksforstinspektion in Verbindung zu setzen. Gute Anleitungen jedoch auch Hilfestellungen können hier erwartet werden.

Der Ertrag wird durch die Endnutzung entscheidend bestimmt. Insofern ist die Bringungssituation und die Anbindung an bereits bestehende Bringungswege (wenn nicht auf Eigengrund dann gesichertes Servitut) wichtig für den Gewinn. Wie wird endgenutzt. Ist die Fläche Harvesterbefahrbar.

Gerne mehr in einem peröhnlichen Gespräch.

 

Der Grundverkehr:

Das Kärntner Grundverkehrsgesetz gilt für den Erwerb von Rechten durch Rechtsgeschäfte unter Lebenden an land- und/oder forstwirtschaftlichen Grundstücken, an Teilen dieser Grundstücke sowie an den dem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb dienenden Wohn- und Wirtschaftsgebäuden oder Teilen dieser Gebäude.

Wenn jemand in Kärnten eine land- und forstwirtschaftliche Liegenschaft erwerben möchte, benötigt er die Zustimmung der zuständigen Grundverkehrsbehörde.

Der Erwerber läuft Gefahr einen Versagungsgrund zu verwirklichen, wenn dieser kein Landwirt ist oder der Bestand einer Land- und Forstwirtschaft gefährdet erscheint.

Näheres unter:

https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=LrK&Gesetzesnummer=20000167

 

Viel Freude mit den ersten Überlegungen!!

 

 

 

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