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Corona Immobilien

Corona Immobilien: Wie wirkt sich Corona auf Immobilien aus?

Das Coronavirus hat die Welt ins Wanken gebracht. Was Anfang 2020 hierzulande noch als “weit entferntes Virus” Schlagzeilen gemacht hat, mündete in einer globalen Pandemie. Strenge Lockdowns, Reisebeschränkungen und andere Einschränkungen des öffentlichen Lebens waren die Folge. Wie lange uns das Coronavirus begleiten wird, ist noch nicht abzusehen. Einige Impfstoffe sind schon in Vorbereitung, doch bis dahin gilt es, Vorsicht zu walten. Die Angst vor dem 2. Lockdown trübt auch einige Wirtschaftsaussichten.

Aber wie wirkt sich Covid-19 auf den Immobilienmarkt aus? Wie haben sich die Preise entwickelt? Und welche Immobilien sind aktuell besonders beliebt? Antworten zu dieser und zu anderen Fragen gibt es im folgenden Beitrag.


Die Corona-Krise und der Airbnb-Effekt

Airbnb hat in den vergangenen Jahren das Wohnungsangebot in vielen Städten verknappt. Vermieter boten ihre Wohnungen auf der Plattform für Touristen an, anstatt die Immobilien für langfristige Mieter anzubieten.

Da Covid-19 fast zu einem kompletten Zusammenbruch der globalen Reisebewegungen geführt hat, wussten sich viele Airbnb-Vermieter nicht anders zu helfen und fingen damit an, die Wohnungen für langfristige Mieter anzubieten. Die Anzahl verfügbarer Mietwohnungen (bis ca. 60 Quadratmeter) hat sich durch die Corona-Krise also fast verdoppelt.

In Österreich hat sich dieser Trend vor allem in Wien bemerkbar gemacht. In einigen Bezirken hat sich die Anzahl der verfügbaren Mietwohnungen auf Online-Plattformen sogar verdoppelt.

Der Trend zum Home-Office

Vor allem moderne, junge Start-Ups schicken ihre Mitarbeiter in Corona-Zeiten gerne ins Home-Office. Das Risiko, sich anzustecken, ist zuhause natürlich deutlich geringer als im Großraumbüro. Ein großflächiger Ausfall von Mitarbeitern wäre für jedes Unternehmen ein Horrorszenario. Dass die Popularität vom Home-Office steigt, ist also kein Wunder.

Doch bei vielen Home-Office-Workern sorgt die Arbeit von Zuhause auch für eines: Unzufriedenheit mit der eigenen Wohnsituation! Viele Berufstätige haben sich während der Corona-Krise wohl schon über das nächste Haus oder die nächste Wohnung Gedanken gemacht: “Nächstes mal muss das Bürozimmer größer sein!” Es ist also davon auszugehen, dass die Krise auch neuen Schwung in den Immobilienmarkt bringen wird. Die Wohnung dürfte als Lebens- (und jetzt auch Arbeits-)Mittelpunkt wichtiger denn je werden.

In den letzten Wochen und Monaten wurde auch ein weiterer Trend hin zu Gartenwohnungen mit Terrasse immer auffälliger: Im Lockdown stiegen vielen Menschen wohl die eigenen vier Wände zu Kopf. In Wohnungen ohne Balkon, Garten oder Terrasse konnte schon mal Lagerkoller aufkommen. Eine eigene kleine Outdoor-Oase (wenn auch nur ein Balkon) kann da Abhilfe schaffen.

Turbulenter Markt, stabile Preise

Werfen wir für die Preisübersicht kurz einen Blick nach Deutschland: Obwohl es in den ersten Wochen des Lockdowns eine Schockstarre gab, sind die Immobilienpreise beim großen Nachbarn noch nicht eingebrochen. Laut Engel&Völkers blieben die Preise auf einem konstant hohen Niveau – in manchen Städten stiegen sie sogar weiter.

Demnach hat sich die Corona-Krise nicht auf die Wohnwünsche einzelner Menschen ausgewirkt. Wer vor Corona irgendwo wohnen wollte, wird das auch danach wollen. Erst eine längere konjunkturelle Durststrecke, bei der ein Großteil der Bevölkerung dies auch auf dem eigenen Konto spürt, hätte langfristige Auswirkungen auf den Immo-Markt, was auch zu einem Rückgang der Preise führen könnte. Davon sind wir jetzt aber noch weit entfernt.

Nicht vergessen sollte man auch, dass vor allem in Krisenzeiten stabile und sichere Geldanlageformen beliebt sind. Und dazu haben Immobilien schon immer gehört – und das wird auch in den kommenden Jahren so bleiben.

Die Situation ist in Österreich ähnlich. Vor allem in Ballungsräumen ist die Nachfrage nach Immobilien über dem Vorjahresniveau, was für das Vertrauen der Bevölkerung in Immobilien als langfristige Anlageform spricht.

Negativ auswirken könnte sich, dass einige Branchen besonders stark von der Corona-Krise betroffen sind. Der Abbau von Arbeitsplätzen und Kurzarbeit mit geringerem Lohn sind die Folge. Über kurz oder lang wird sich das auch auf den Immobilienmarkt auswirken, da es Jungfamilien schwerer fallen wird, an einen Kredit für ihr Eigenheim zu kommen.

Kurzarbeit

Eine wichtige Variable stellt hierbei auch die Kurzarbeit dar. Die österreichische Regierung hat Ende Juli 2020 versprochen, dass das Modell noch um weitere 6 Monate verlängert wird. Ein gutes Zeichen, denn je länger die Kurzarbeit verlängert wird, desto eher können die Betriebe ihre Mitarbeiter über die Corona-Krise halten und müssen sie nicht entlassen. Eine steigende Anzahl an Arbeitslosen würde sich nämlich auch auf den Immobilienmarkt auswirken.

Der attraktive Speckgürtel

In den letzten Jahren war ein stetiger “Run” auf Städte und Ballungszentren zu verzeichnen. Die Vorteile, die das Leben in der Stadt bietet, überwiegen für immer mehr Menschen. Ganz im Zentrum soll es dann aber doch nicht sein. Vor allem die Corona-Krise hat gezeigt: Der Speckgürtel stellt für viele den attraktivsten Kompromiss zwischen urbanem Leben und ruhiger Land-Idylle dar, wo es auch genug Platz für einen eigenen Garten mit Pool & Co. gibt.

Während sich die Speckgürtel um die österreichischen Städte also wieder über einen Bevölkerungszuwachs freuen können, konnte die Landflucht aus abgelegenen Regionen auch durch die Corona-Krise nur etwas pausiert werden. Hier werden wohl noch weitere Entwicklungen in der Zukunft eine Rolle spielen.


Fazit Corona Immobilien: Trotzt der Markt der Krise?

Immobilien erweisen sich in der Corona-Krise wieder einmal als sichere Anlageform, die den meisten Krisen problemlos trotzt. Obwohl es Dämpfer und Einbrüche gab, entwickelt sich der Immobilienmarkt ungebremst weiter. Das liegt wohl auch an einer Art “Trotzreaktion”, die es nach dem Lockdown gab.

Klar ist, dass es in den nächsten Monaten höchstwahrscheinlich zu einer Angebotsverknappung kommen wird, da es Verzögerungen auf Baustellen gab, was eine direkte Folge der Krise ist. Die Nachfrage bleibt ungebrochen hoch – vor allem für Wohnflächen mit Außenbereichen und separaten, größeren Büroräumen. Hier konnte die Corona-Krise sogar neue Impulse setzen. 

Die Aussichten für die Immobilienbranche bleiben also optimistisch – ein zweiter Lockdown und größere konjunkturelle Flauten, die daraus entstehen könnten, würden die Situation jedoch nochmal grundlegend ändern und könnten auch den Immobilienmarkt runterziehen.

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